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Neues Whitepaper: Kampf dem Graumarkt

Der Graumarkt sorgt für gewaltige Schäden bei Herstellern hochwertiger Markenprodukte. Auch weil er als Einfallstor für Produktfälschungen dient. Anfällig sind dabei besonders Luxusgüter wie Parfüm und Kosmetika, aber durchaus auch hochpreisige Alkoholika und Nahrungsmittel sowie Textilien und elektronische Geräte. Kontrollen sind aufwändig, zumal die technologischen Möglichkeiten der Graumarkt-Akteure rasant zunehmen.

Doch es ist machbar, Vertriebskanäle sehr effizient zu überwachen – mithilfe von Algorithmen und einer intelligenten Serialisierung. Die Technologie dafür ist bereits im Einsatz. Wie dieser Ansatz funktioniert, welche Vorteile er bietet und wie er sich relativ einfach in etablierte Verpackungsprozesse integrieren lässt, beschreibt das Whitepaper „Kampf dem Graumarkt“. Autor ist Ahmet Zeybek, der beim Late Stage Customization Spezialisten Atlantic Zeiser als Team Leader Application Engineering tätig ist und sich seit vielen Jahren mit diesem Thema befasst.

Eine Graumarkt-Problematik kann dadurch entstehen, dass sich Produkte auf einem ausländischen Markt nur zu deutlich niedrigeren Preisen verkaufen lassen als im Heimatmarkt. Oder Produkte gelangen in Handelstypen, aus denen sie ein Markenhersteller – etwa aus Imagegründen oder aus Gründen der Preisstellung – heraushalten möchte. Hier hat es gerade der boomende Internet-Handel den Markenartiklern deutlich erschwert, die Kontrolle über ihre Distributionskanäle zu behalten. „Viele Markenhersteller beschäftigen deshalb Heerscharen von Spezialisten, die nur damit beschäftigt sind, Vertriebskanäle entweder physisch oder online auf saubere Ware zu überprüfen“, schreibt Zeybek. „Das ist mit gewaltigen Kosten verbunden.“ Und die bisherigen Erfahrungen würden den Schluss nahelegen, dass auch komplexere „Geheim-Codierungen“ und noch aufwändigere Sicherheitsmerkmale den Graumarkt-Sumpf nicht trockenlegen würden.

Authentifizierung effizient gelöst

Was benötigt wird, ist nach Zeybeks Darstellung ein System, das

  • selbst dann noch funktioniert, wenn mit krimineller Energie Codierungen entfernt werden,
  • Hersteller darin unterstützt, physische Vorort-Kontrollen durch spezielle Fachkräfte zu reduzieren,
  • längs der gesamten Prozesskette genutzt werden kann, um „Ausschleusungen“ echter bzw. codierter Verpackungen zu unterbinden.

„Optimal wäre es, wenn sich ein spezieller Graumarkt-Code physisch zwar entfernen, aber mit Hilfe eines anderen Merkmals, das eben nicht entfernt werden kann, wieder rekonstruieren lässt“, betont Ahmet Zeybek. Das sei nicht so abwegig, wie es zunächst klinge. Eine sehr effiziente Authentifizierung kann nämlich der Endverbraucher übernehmen. Um das zu erreichen, lassen sich schon heute vorhandene Technologien so miteinander kombinieren, dass das kriminelle Decodieren von Verpackungen praktisch wenige Auswirkungen hat. Denn eine spezielle algorithmische Verknüpfung über Endverbraucher-Feedbacks sorgt dafür, die Verbreitung definierter Produkte auf dem Graumarkt dennoch eindeutig zu lokalisieren und in der Folge signifikant zu reduzieren. Wie das Verfahren funktioniert, beschreibt Zeybek eingehend in dem Whitepaper „Kampf dem Graumarkt“.

Das Whitepaper „Kampf dem Graumarkt“ kann auf www.atlanticzeiser.com/de angefordert werden.

sbr / 01.11.2019